Ratgeber

PV-Anlage planen: Schritt für Schritt zur wirtschaftlichen Photovoltaik

Wer eine Photovoltaikanlage plant, stellt sich zuerst drei Fragen: Was kostet sie, was bringt sie und welche Förderung gibt es? Dieser Ratgeber führt Sie durch die wichtigsten Planungsschritte – immer mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit.

Technik

ca. 5–6 m² pro kWp

Kosten EFH

ca. 9.000–25.000 €

Amortisation

ca. 8–14 Jahre

So gehen Sie vor

In 5 Schritten zur passenden PV-Anlage

Eine gute Planung berücksichtigt Dach, Verbrauch, Technik, Förderung und Wirtschaftlichkeit gemeinsam – nicht das einzelne Produkt.

  1. 1. Dach & Standort prüfen

    Ausrichtung (Süd ist ideal, Ost/West funktioniert ebenfalls), Dachneigung, Verschattung durch Bäume oder Nachbargebäude und die nutzbare Dachfläche bestimmen das mögliche Anlagenpotenzial. Faustregel: rund 5–6 m² pro kWp.

  2. 2. Stromverbrauch & Eigenverbrauch ermitteln

    Der Jahresverbrauch (inkl. Wärmepumpe, Wallbox oder geplanten Verbrauchern) bestimmt die sinnvolle Anlagengröße. Ein hoher Eigenverbrauch verbessert die Wirtschaftlichkeit deutlich stärker als reine Einspeisung.

  3. 3. Anlagengröße & Speicher auslegen

    Die Module werden auf den tatsächlichen Eigenbedarf ausgelegt – nicht auf die maximale Dachbelegung. Ein Batteriespeicher lohnt sich, wenn er Eigenverbrauch und Autarkie spürbar erhöht.

  4. 4. Förderung & Steuer klären

    Nullsteuersatz (0 % USt.), KfW-Kredite und regionale Zuschüsse können die Investition senken. Welche Förderung greift, hängt vom konkreten Projekt ab.

  5. 5. Wirtschaftlichkeit berechnen

    Investitionskosten, Stromertrag, Eigenverbrauchsquote, Strompreis und Förderung ergeben Amortisationsdauer und Rendite. Erst diese Gesamtrechnung zeigt, ob sich die Anlage rechnet.

Wirtschaftlichkeit

Lohnt sich Photovoltaik?

Entscheidend ist nicht die größtmögliche Anlage, sondern die beste Kombination aus Eigenverbrauch, Kosten und Förderung.

  • Hoher Eigenverbrauch senkt die Amortisationsdauer am stärksten.
  • Ein Speicher erhöht Autarkie – lohnt sich aber nur bei passendem Verbrauchsprofil.
  • Nullsteuersatz und Förderung reduzieren die Investitionskosten spürbar.
  • Wärmepumpe und Wallbox steigern den Eigenverbrauch zusätzlich.
Häufige Fragen

Photovoltaik planen – Ihre Fragen

Was kostet eine PV-Anlage?
Eine typische Aufdachanlage für ein Einfamilienhaus liegt – je nach Größe und Speicher – meist zwischen ca. 9.000 € und 25.000 €. Den genauen Preis bestimmt die individuelle Auslegung. Durch den Nullsteuersatz entfällt für viele Anlagen die Umsatzsteuer.
Wie groß sollte meine PV-Anlage sein?
Die sinnvolle Größe richtet sich nach Ihrem Stromverbrauch und Eigenverbrauch, nicht nach der maximal möglichen Dachbelegung. So bleibt die Anlage wirtschaftlich.
Welche Förderung gibt es für Photovoltaik?
Möglich sind unter anderem der Nullsteuersatz auf Anlage und Speicher, zinsgünstige KfW-Kredite sowie regionale Zuschüsse. Welche Förderung im Einzelfall greift, prüfen wir in der Beratung.
Wann amortisiert sich eine Photovoltaikanlage?
Die Amortisation liegt häufig zwischen 8 und 14 Jahren – abhängig von Eigenverbrauch, Strompreis, Investitionskosten und Förderung. Bei einer Lebensdauer von 25+ Jahren ergibt sich danach eine deutliche Ersparnis.

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